Reizdarmsyndrom (RDS)
Wußten Sie schon, dass... jeder 2. Mensch mit Magen-Darm- Beschwerden unter einem Reizdarmsyndrom leidet? ...nur jeder 4. Betroffene einen Arzt aufsucht? ...Frauen häufiger (66%) als Männer (33%) unter RDS leiden? ...jeder 3. Betroffene sowohl Symptome von Reizmagen als auch Reizdarm verspürt? ...pro Jahr durch Krankschreibungen wegen RDS ein volkswirtschaftlicher Schaden in milliardenhöhe entsteht? ...RDS am häufigsten in der Altersgruppe der 20 bis 50-jährigen auftritt?
Was steckt wirklich hinter RDS
Keine andere Krankheit gibt häufiger Anlass, den Arzt aufzusuchen, als das Reizdarmsyndrom. Doch ausgerechnet diese am häufigsten diagnostizierte Magen-Darm-Krankheit wird in vielen Fällen falsch behandelt oder von Ärzten als geringfügige Störung fehlinterpretiert. Durchfall oder Verstopfung, nicht selten im Wechsel, dazu Übelkeit, Blähungen und Stuhlunregelmäßigkeiten... Funktionelle Beschwerden dieser Art beeinträchtigen das Allgemeinbefinden der Betroffenen in erheblichem Maße und stellen eine enorme Einschränkung der Lebensqualität dar.
Neue Erkenntnisse über das Krankheitsbild
Noch vor wenigen Jahren glaubte man, dass sich ein Reizdarmsyndrom allein mit seelischen Störungen erklären ließe. Diese Haltung ist mittlerweile überholt, seit sich die Forschung intensiv mit dem sogenannten “Bauchhirn” befasst. Millionen von Nervenfasern, die den Magen-Darm-Trakt durchziehen, führen ein bemerkenswertes Eigenleben und regeln nicht nur die Verdauung, sondern spielen auch eine große Rolle bei der Entstehung von Reizmagen und Reizdarm.
Man weiß nun auch, dass eine Reihe weiterer krankheitsauslösender Faktoren existiert, welche in der Therapie (wenn es eine gab) bislang sträflich missachtet wurden: Ernährung, Arzneimittelkonsum, Essgewohnheiten, Fett und Kohlenhydrate, Allergien, Alkohol, Koffein, Nikotin sowie längst abgeklungene Darminfektionen sind nur einige der zahlreichen »Trigger«, die eine funktionelle Magen-Darm-Störung begünstigen können.
Häufiger Auslöser ist eine falsche Ernährung
Wer beispielsweise regelmäßig - aber ohne es zu wissen - unverträgliche Nahrungsmittel zu sich nimmt und mit seiner Lebensweise die Zivilisationskrankheit Reizdarmsyndrom unterstützt, dem ist allein mit einer stressfreien Woche oder gar einer Psychotherapie nicht geholfen. Doch nur langsam setzen sich die neuen Erkenntnisse auch in der Medizinerschaft durch. Viel zu oft wird dem Patienten auch heute noch der Ratschlag erteilt, mit Hilfe einer Psychotherapie die vermeintliche Ursache seiner Beschwerden zu suchen. Dabei wäre eine ausführliche Ernährungsberatung und die Aufklärung über alle Auslöser des Reizdarmsyndroms, die man in den letzten Jahren ermittelt hat, viel wichtiger.
Reizmagen und Reizdarm
Durchfallartige Störungen, Verstopfung, manchmal im Wechsel, Schmerzen, schnell einsetzender Stuhldrang, Blähungen, Bauchkrämpfe... Dies sind nur einige Beispiele für die Symptome eines klassischen Reizdarmsyndroms. Ist der Magen beteiligt, so stehen Sodbrennen, Völlegefühl, Übelkeit, Brechreiz oder auch Aufstoßen im Vordergrund. Doch trotz oder gerade wegen der vielen Symptome ist eine gesicherte Diagnose alles andere als einfach.
Reizmagen und Reizdarm sind die bekanntesten Vertreter der “Funktionellen Störungen”. Sie werden unter dem Begriff “Reizdarmsyndrom” zusammengefasst. Eine Funktionelle Störung zeichnet sich dadurch aus, dass ihnen keine organische Ursache nachgewiesen werden kann. Oder anders ausgedrückt: Der Arzt stellt die Diagnose Reizdarmsyndrom nur dann, wenn er keine andere, körperlich feststellbare Erkrankung nachweisen kann. Dieses Verfahren nennt man “Ausschlussdiagnose”. Statistisch gesehen ereilt jeden zweiten Menschen im Laufe seines Lebens mindestens einmal eine funktionelle Magen-Darm-Störung, doch nur die wenigsten von ihnen werden kompetent über Therapiemöglichkeiten beraten.
Viele Auslöser kommen in Frage
Als Auslöser einer Funktionellen Störung kommen viele Faktoren in Frage. Eine grundlegende Aufklärung über diese als “Trigger” bezeichneten Krankheitsauslöser ist Voraussetzung für einen erfolgreichen Heilungsprozess. Doch leider ist dies trotz der großen Zahl von Betroffenen in der täglichen Praxis eher die Ausnahme. Sämtliche am individuellen Krankheitsbild beteiligten Trigger müssen zunächst aufgespürt werden, um eine erfolgreiche Therapie einzuleiten. In vielen Fällen stellt sich bereits nach kurzer Zeit heraus, dass die wahren Ursachen nicht im Seelenleben des Betroffenen liegen, sondern durch eine Ernährungsumstellung oder andere, unproblematische Maßnahmen gelindert werden können.
Die “Trigger” des Reizdarmsyndroms Viele Jahrzehnte machte man ausschließlich die Psyche für die Ausbildung funktioneller Störungen verantwortlich. Doch in den letzten Jahren untersuchte man die Krankheitsentstehung des Reizdarmsyndroms genauer und fand dabei eine Reihe von Faktoren, die zum Ausbruch dieser Zivilisationskrankheit führen. Man bezeichnet diese Faktoren als “Trigger”.
Das Wort “Trigger” stammt aus dem Englischen und bedeutet eigentlich “Federabzug” (einer Waffe). In Zusammenhang mit dem RDS meint man damit alle Umstände, die zur Krankheitsentstehung führen und die das Beschwerdebild aufrecht erhalten.
Eine besondere Bedeutung hat dabei die Ernährung, insbesondere die sehr häufigen und meist unterschätzten Kohlenhydrat-Malabsorptionen wie Laktose- und Fruktose-Intoleranz sowie auch die Histamin-Intoleranz. Aber auch übermäßiger Fettkonsum, der durch das Abbauprodukt Glyzerinsäure durchfallartige Störungen provoziert, gilt als einer der wichtigsten Trigger des RDS.
Das Reizdarmsyndrom tritt oft gemeinsam mit Laktose-, Fructose- oder Histamin-Intoleranz auf!
Lactose
Unglaublich, aber wahr: Obwohl offiziellen Hochrechnungen zufolge unzählige Menschen von einer Laktose-Intoleranz betroffen sind, spielt sie in der Diagnostik von unklaren Gesundheitsbeschwerden bis heute nur eine Nebenrolle.
12 Mio. Betroffene allein in Deutschland
Doch nur die wenigsten kennen die wahre Ursache Ihrer Beschwerden. Wie kann das sein?
Magen Darm revitalisieren / sanieren? "Ein gesunder Darm ist die Grundvoraussetzung für eine gute Verdauung, ein starkes Immunsystem und eine optimale Leistungsfähigkeit. .."
- Dr. G. Schmitt, Ernährungswissenschaftler -
Aber bitte beachten Sie!
Generell lässt sich sagen, dass es keine hundertprozentig sichere Vorbeuge gegen jegliche Erkrankungen im Magen-Darm
Bereich gibt, allerdings kann man das Risiko durch einfache Maßnahmen minimieren. Darunter zählt eine ausgewogene
Ernährung, das heißt eine ausreichende Zufuhr von Vitaminen, Kohlehydraten, Ballaststoffen, Eiweißen und Fett.
Man sollte allerdings auch mit keinem der genannten Stoffe übertreiben. Auch gute hygienische Verhältnisse und eine
regelmäßige sportliche Betätigung eignen sich sehr gut, um gesund zu bleiben. Des Weiteren sollte man auch die angebotenen
Vorsorgeuntersuchungen bei Haus- und Spezialarzt ausnutzen, um im schlimmsten Fall früh genug auf Erkrankungen reagieren
kann.
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Übergewicht
Heutzutage ist Übergewichtigkeit nach Rauchen eine der häufigsten Todesursachen der Welt und damit auch eines der größten Probleme der heutigen Zeit... mehr zum Thema finden SIe unter optikur.de/gesundheit/uebergewicht
Unsere Verdauung besteht aus der Hauptaufgabe, die Nährstoffe, die in der Nahrung enthalten sind, aufzuspalten,
und sie unserem Körper zuzuführen. Der Verdauungstrakt besteht aus mehreren Organen: Mund,
Speiseröhre, Magen, Darm und zum Schluss dem Enddarm. Der Beginn der Verdauung ist also schon im Mund.
Die Nahrung wird durch das Kauen zerkleinert. Durch Schlucken gelangt die Nahrung in die Speiseröhre
und wird von dort aus weitergeleitet. Der Darm besteht aus verschiedenen Teilen: Zwölffingerdarm, Dünndarm,
Dickdarm, Enddarm. » mehr lesen
Reizdarm-Syndrom
Das Reizdarmsyndrom, medizinisch auch Colon irritabile genannt, ist eine relativ häufige
Erkrankung des Magen-Darm-Traktes. Jeder fünfte Erwachsene zwischen 20 und 40 Jahren ist
davon betroffen, Frauen dabei zwei- bis dreimal häufiger als Männer.
Auslöser für Verdauungsprobleme kann das Reizdarmsyndrom sein. » mehr lesen
darm magen klicks
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